Im Laufe von Larraíns Film bekommen wir aber doch ein paar Beweise für Stewarts Schauspieltalent, während
Spencer angestrengt versucht, mehr zu sein als bloß ein leeres Sezieren von Dianas geistigem Zustand in den letzten Tagen ihrer bröckelnden Ehe mit Prinz Charles. Das trifft vor allem auf die Szenen zu, in denen sie mit den beiden Schauspielern vor der Kamera steht, die Dianas Söhne William und Harry spielen. „Sie war nicht sehr gut darin, sich selbst zu schützen – aber sie war sehr, sehr gut darin, die beiden zu beschützen“, sagte Stewart über Dianas Identität als Mutter, eine
verwundbare Seite der Prinzessin, von der Stewart wusste, dass sie sie richtig rüberbringen musste. „Wenn du das nicht richtig hinbekommst, bekommst du
sie nicht richtig hin.“ Da liegt sie nicht falsch, aber in diesen Szenen fühlt es sich an, als sei dafür den Jungs zu danken, die Stewart ein bisschen aus ihren eigenen Gedanken zerren und ihr ermöglichen, sich komplett in der Darstellung zu verlieren – was wiederum mehr über die schauspielerischen Fähigkeiten der beiden Jungen aussagt als über ihre eigenen.