20 Geldfragen, die du in einer Partnerschaft stellen solltest

Illustration: Seung Won Chun
Das liebe Geld kann sich der Liebe manchmal in den Weg stellen und Pärchen dazu bewegen, getrennte Wege einzuschlagen. Obwohl uns das eigentlich bewusst ist, vermeiden viele von uns immer noch Gespräche mit ihren Partner:innen über dieses Thema. Das ist ja auch kein Wunder, denn solche Unterhaltungen sind ja auch wirklich unangenehm.
Ich erinnere mich an eines meiner ersten solchen Gespräche mit meinem Mann: Es war mein 21. Geburtstag und einige Freund:innen und ich wollten nach Kalifornien fliegen, um ihn zu feiern. Mein Mann (mit dem ich damals noch nicht verheiratet war) weigerte sich, mitzukommen. Genervt konfrontierte ich ihn damit und wollte den Grund dafür erfahren. Ruhig erklärte er mir, dass er sich keinen Flug quer durch die USA leisten konnte und dass wir nie wirklich darüber gesprochen hatten.
Er hatte Recht. Die Erkenntnis, dass wir die Finanzen der anderen Person nicht als selbstverständlich ansehen konnten, war ein wichtiger Moment in unserer Beziehung.
Von da an rückte das Thema Geld für uns als Paar stärker in den Vordergrund. Es kam zur Sprache, als wir Flugtickets kauften, um unsere Fernbeziehung aufrechtzuerhalten. Es kam auf, als wir zusammenzogen, und dann wieder, als wir feststellten, dass wir unterschiedliche Ausgabegewohnheiten hatten. Es manifestierte sich in Form von Ängsten, von denen wir nicht einmal wussten, dass wir sie hatten, bis wir unsere erste gemeinsame Kreditkarte bekamen – auf meinem Konto. Jede dieser Erfahrungen brachte mich dazu, mich zu fragen, ob andere Paare mit den gleichen Herausforderungen zu kämpfen haben.
Diese Überlegungen bewogen mich dazu, Zeta zu gründen, ein beratendes Tool, das jungen Pärchen dabei hilft, ihre Finanzlage gemeinsam zu tracken und verwalten. In den letzten Jahren habe ich mit Hunderten Paaren gesprochen und viele von ihnen darin gecoacht, wie sie ihre gemeinsamen Finanzen in den Griff bekommen können.
Mir sind schon alle möglichen Situationen untergekommen: Ich habe zum Beispiel Partner:innen getroffen, die aufgrund ihrer jeweiligen Schulden Konten voreinander verstecken. Ich habe auch schon einmal ein Paar kennen gelernt, das 23 Konten für die Handhabung seiner Finanzen eingerichtet hatte, und andere Partnerschaften mit nur einem Konto und weniger als 84 Euro darauf. Es gibt auch Pärchen, die das Spiel mit Kreditkartenpunkten hacken (eine knifflige Praxis, die als „Churning“ bekannt ist), bis hin zu solchen, die Eheverträge abschlossen und ihr erstes Haus aushandelten. All das hat mich viel darüber gelehrt, was funktioniert, was nicht funktioniert und was Paare in Teufels Küche bringt.
Über Geld zu reden, muss aber gar nicht so unangenehm sein. Ich habe die Erkenntnisse, die ich im Rahmen zahlreicher Gespräche mit Paaren gewonnen habe, genutzt, um die folgenden 20 Fragen zusammenzutragen. Dabei geht es weniger darum, schmutzige Geheimnisse über deine bessere Hälfte zu lüften, sondern eher darum, einen amüsanten, einfachen Weg zu finden, Geldgespräche ins Rollen zu bringen (oder fortzusetzen).
Interessante Nebenbemerkung: Paare, die regelmäßig über Geld sprechen, sind doppelt so glücklich wie Paare, die das nicht tun. Und wer möchte schließlich nicht mehr lachen und sich weniger Sorgen machen müssen? Viel Spaß bei dieser Unterhaltung!
Der Aufbau:
1. Schnapp dir deine bessere Hälfte und dein Lieblingsgetränk und sucht euch einen bequemen Platz für ein ungestörtes Gespräch. Ich empfehle, eure Handys wegzulegen.
2. Lies jede Frage laut vor und wechselt euch beim Beantworten ab.
3. Jede Frage ist in drei Abschnitte unterteilt, die verschiedene Phasen unseres Lebens darstellen. Jeder Abschnitt sollte weniger als 15 Minuten dauern.
4. Sollte eine der Fragen zu schwer zu beantworten sein, könnt ihr sie ruhig auslassen. Es ist weniger wichtig, alles zu beantworten, als dieses wichtige Gespräch in Gang zu bringen.

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