Body Shaming von der Familie: So gehst du am besten mit Sticheleien um

Photographed By Kristina Wilson.
Nenne es, wie auch immer du willst: Hänselei, konstruktive Kritik oder regelrechtes Body Shaming. Du kennst es vielleicht: dieses einzigartig miese Gefühl, das du verspürst, wenn dich deine Familienmitglieder aufgrund deiner körperlichen Erscheinung runtermachen. Dazu kommt es häufiger, als man zunächst vielleicht meinen würde. Jede:r kann Opfer davon werden: von extrem sensiblen Personen bis hin zu Menschen mit äußerst dicker Haut, die sonst so gut wie nichts umhaut.
Mein kleiner Bruder verglich meine Oberschenkel einmal mit Schinken. Er war zu dem Zeitpunkt noch ein Kind und ich habe damals darüber gelacht. Seine Worte haben sich aber in mein Gedächtnis gebrannt. Sie kommen in jenen Momenten wieder an die Oberfläche, wenn ich Jeans anprobiere, darüber diskutiere, ob ein Rock die richtige Länge hat, oder in der U-Bahn neben fremden Personen sitze, die Thigh Gaps haben, und ihre Beine mit meinen eigenen vergleiche (hmm, ihre sehen im Vergleich zu meinen wie Hot Dogs aus).
Wenn du nach Hause fährst, um Zeit mit deiner Familie zu verbringen, solltest du dich darauf gefasst machen, von gut gesinnten, aber oft nervigen Familienmitgliedern mit Kommentaren bombardiert zu werden. Diese glauben nämlich oft, sie hätten das Recht, dich als „zu dünn“ bezeichnen zu können, dich zum Essen zu zwingen, oder dir sagen zu dürfen, du würdest „sehr gesund aussehen“ (was auch immer das verdammt nochmal bedeuten mag).

Expert:innen meinen, dass es Jahre dauern kann, solche Kommentare tatsächlich hinter sich lassen zu können – egal, ob sie lustig oder ernst sind, regelmäßig oder vereinzelt auftreten. Ob wir es wollen oder nicht, die Worte unserer Liebsten haben einen großen Einfluss auf uns. Glücklicherweise gibt es Wege, dich auf solche Zusammentreffen vorzubereiten. So bist du das nächste Mal gegen Gemeinheiten gewappnet und kannst Sticheleien schnell abschütteln.

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