Wie ist das, im Job die Pronomen zu wechseln? 4 nichtbinäre Menschen erzählen

Wir leben im 21. Jahrhundert – und wenn du meinst, inzwischen in einer progressiven, inklusiven Gesellschaft zu wohnen, irrst du dich. Fakt ist: Wer sich am Arbeitsplatz als trans oder nichtbinär outet, sollte sich auch heute noch zwangsläufig auf „Formen der strukturellen Diskriminierung“ wie beispielsweise die „systematische Nichtanerkennung, Unsichtbarmachung, Pathologisierung sowie zweigeschlechtliche Normierung“ gefasst machen, warnt sogar eine Studie zur Geschlechterdiversität im Job der Antidiskriminierungsstelle des Bundes. Diese Diskriminierung kann ganz unterschiedliche Gesichter annehmen – von der offenen Beleidigung bis hin zu subtileren Methoden wie dem sogenannten „Deadnaming“ (der bewussten Verwendung des früheren Namens) oder dem absichtlichen Gebrauch falscher Pronomen. 

Für nichtbinäre Menschen, die genderneutrale Pronomen wie das englische „they/them“ oder deutsche Varianten wie „er:sie“ verwenden, kann dieser Wechsel im Arbeitsalltag zur echten Herausforderung werden. Wir haben mit vier nichtbinären Leuten über ihre Erfahrung mit dem Pronomenwechsel im Job gesprochen und sie um ihren Rat gebeten: Wie lässt sich das Ganze so einfach wie möglich gestalten? Dabei gehen die Geschichten weit auseinander. Bei einigen klappte die Umstellung überraschend problemlos; andere wiederum hatten erstaunlich viele Probleme. Einig sind sie sich in einem Punkt aber alle: In Sachen Inklusion im Beruf haben wir noch viel, viel Arbeit vor uns.

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